Abteilung für Mikroökonomik und Räumliche Ökonomik

Forschung

Forschungsschwerpunkte und aktuelle Forschungsprojekte der Abteilung.

Forschungsschwerpunkte

  • Netzwerkökonomik: Netzindustrie und ihre Regulierung
  • Strategische Aspekte der Kompatibilitätsstandardisierung
  • Kompatibilitätsstandardisierung zwischen Markt und Komitee
  • Standardisierungspolitik für die Informationsgesellschaft
  • Reform der Mietspiegelerstellung: Standardisierung und Zertifizierung

Publikationen

  • Volkswirtschaftslehre. Eine Einführung, 3. Auflage, Springer Gabler-Verlag, Berlin 2019

  • Mikroökonomik. Eine Einführung, 3. Auflage, Springer Gabler-Verlag, Berlin und Heidelberg 2014
  • Volkswirtschaftslehre. Eine Einführung, 2. Auflage, Springer Gabler-Verlag, Berlin und Heidelberg 2013

  • Strategischer Wettbewerb. Eine Einführung in die Industrieökonomik, 3. Auflage, Springer-Verlag, Berlin und Heidelberg 2014

  • Mikroökonomik für Bachelorstudenten, Springer-Verlag, Berlin und Heidelberg 2011

  • Volkswirtschaftslehre. Eine Einführung für Bachelorstudenten, Springer-Verlag, Berlin und Heidelberg 2010

  • Strategischer Wettbewerb. Marktökonomische Grundlagen, Produktdifferenzierung und Innovation, Springer-Verlag, Berlin und Heidelberg 2007

  • Einführung in die Mikroökonomik. Gütermärkte, Faktormärkte und die Rolle des Staates, Springer-Verlag, Berlin und Heidelberg 2006

  • Hotelling-Modelle der Konkurrenz und Diffusion von Netzeffektgütern. Deterministische und stochastische Ansätze zur Erklärung der Ausbreitung neuer Kommunikations- und Gebrauchsgüter-Systeme,Tübingen und Basel 1995.

  • Endogene Konjunktur- und Wachstumszyklen. Eine keynesianisch-klassische Synthese, Tübingen 1990

Beiträge zur Reform des qualifizierten Mietspiegels

Bernd Woeckener (Hrsg.)

EUL-Verlag 2018

 

Qualifizierte Mietspiegel erfreuen sich seit ihrer Einführung im Jahre 2002 bei den deutschen Kommunen einer zunehmenden Beliebtheit und Verbreitung. Mittlerweile sind sie zum zentralen Begründungsmittel im Mieterhöhungsverlangen gegenüber Bestandsmietern und damit zu einem zentralen Mittel der Interessenregulierung und des Interessenausgleichs auf dem deutschen Mietwohnungsmarkt geworden. Als Folge verschiedener rechtlicher Unklarheiten hinsichtlich der bei der Mietspiegelerstellung einzuhaltenden Qualifikationskriterien ist allerdings in den letzten Jahren eine gewisse Erosion des Vertrauens in die Rechtssicherheit dieses Regulierungsinstruments zu beobachten. Der vorliegende Sammelband will einige Anstöße zu einer diesbezüglichen Reform des qualifizierten Mietspiegels geben. Die hier näher diskutierten Reformvorschläge betreffen insbesondere die rechtliche Konkretisierung der Operationalisierung zentraler Wohnwertmerkmale und die Ausgestaltung der Dokumentationspflichten.

 

Inhalt

 

Bernd Woeckener: Der qualifizierte Mietspiegel: Eine Erfolgsgeschichte mit Reformbedarf

  1. Die Erfolgsgeschichte des qualifizierten Mietspiegels
  2. Die Notwendigkeit einer Reform
  3. Zum Reformbedarf im Einzelnen
  4. Reformansätze des Gesetzgebers
  5. Beiträge zur Reform des qualifizierten Mietspiegels

 

Magdalena Auer und Volker Hilla: Der qualifizierte Mietspiegel: Bedeutung, Verbreitung und Ausgestaltung

  1. Einleitung
  2. Bedeutung qualifizierter Mietspiegel
  3. Verbreitung qualifizierter Mietspiegel
  4. Ausgestaltung qualifizierter Mietspiegel
  5. Fazit

 

Johannes Promann: Die Lage als besonderes Wohnwertmerkmal

  1. Einleitung
  2. Die Lage als eines der fünf gesetzlichen Wohnwertmerkmale
  3. Die Lage in der Mietspiegelpraxis
  4. Die Wohnlage im Entwurf der Mietspiegelverordnung
  5. Möglichkeiten der Lage-Operationalisierung
  6. Fazit

  

Stefan Freund: Die Operationalisierung der Wohnwertmerkmale Ausstattung und Beschaffenheit: Probleme und Empfehlungen

  1. Einleitung
  2. Die Wohnwertmerkmale
  3. Probleme bei der Operationalisierung der Ausstattung und Beschaffenheit
  4. Bestandsaufnahme und empirische Analyse
  5. Fazit und Reformvorschläge

 

Daniel Missal: Bestandsaufnahme, Probleme und Reform der Mietspiegeldokumentationen

  1. Besondere Bedeutung der Mietspiegeldokumentationen
  2. Anforderung an eine Mietspiegeldokumentation
  3. Probleme in der Dokumentationspraxis
  4. Fazit und notwendige Reform
  • B. Woeckener, J. Promann und S. Freund: Qualifizierte Mietspiegel, in: Wirtschaftswissenschaftliches Studium, Bd. 41, Heft 10, Oktober 2012, S. 540-545.

  • S. Freund, V. Hilla, D. Missal, J. Promann und B. Woeckener: Qualifizierte Mietspiegel: Verbreitung, Standardisierungsnotwendigkeiten und Qualitätsdefizite, in: Wohnungswirtschaft und Mietrecht, 66. Jg., Heft 5, Mai 2013, S. 259-263.

  • Spatial competition with an outside good and distributed reservation prices, in: Journal of Economics, Bd. 77, 2002, S. 185-196.

  • The Competition of User Networks: Ergodicity, Lock-Ins, and Metastability, in: Journal of Economic Behavior and Organization, Bd. 41, 2000, S. 85-99.

  • Network Effects, Compatibility Decisions, and Monopolization, in: Zeitschrift für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (ZWS), Bd. 119, 1999, S. 23-44.

  • Ökonomische Komplementaritäten, Verhaltenskoordination und volkswirtschaftliche Evolution, in: Selbstorganisation -- Jahrbuch für Komplexität, Bd. 9, 1998, S. 77-96.

  • The European Standardization System: How Much in Need of Reform Is It?, in: EURAS Yearbook of Standardization, Bd. 1, 1997, S. 391-410.

  • Nichtlinearität und Chaos in der Ökonomie, in: Holger Krapp und Thomas Wägenbaur (Hrsg.), Komplexität und Selbstorganisation - Chaos in den Natur- und Kulturwissenschaften, München 1997, S. 149-166.

  • Standardisierungspolitik für die Informationsgesellschaft, in: Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik, Bd. 215,1996, S. 257-273.

  • Industrieökonomik für die Informationsgesellschaft. Vom Hotelling- zum Mastergleichungs-Ansatz, in: Adolf Wagner und Hans-Walter Lorenz (Hrsg.), Studien zur Evolutorischen Ökonomik 111: Evolutorische Mikro- und Makroökonomik, Berlin 1995, S. 117-141.

  • Märkte und Normenfindung, in: Jahrbuch für Ökonomie und Gesellschaft, Bd. 11, 1995, S. 160-191.

  • Dynamische Marktprozesse bei Netzwerk-Externalitäten und begrenzter Rationalität, in: Alfred E. Ott (Hrsg.), Probleme der unvollkommenen Konkurrenz, Tübingen und Basel 1994, S. 235-254.

  • Evolutorischen Ökonomik, in: Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik, Bd. 212, 1993, S. 365-373.

  • Innovation, Externalities, and the State: A Synergetic Approach, in: Journal of Evolutionary Economics, Bd. 3, 1993, S. 225-248.

  • Konkurrierende Innovationen, Netzwerk-Externalitäten und Standardisierung durch den Markt, in: Adolf Wagner (Hrsg.), Dezentrale Entscheidungsfindung bei externen Effekten. Innovation, Integration und internationaler Handel, Tübingen und Basel 1993, S. 107-140.

  • Geld, Zins und Kapitalakkumulation- Rieses monetäre Theorie der Produktion aus orthodoxer Sicht, in: Hans-Joachim Stadermann und Otto Steiger (Hrsg.), Der Stand und die nächste Zukunft der Geldforschung, Berlin 1993, S. 217-225.

  • Zur Relevanz der Mastergleichung für die Modellierung ökonomischer Prozesse, in: Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik, Bd. 210, 1992, S. 412-426.

  • Anmerkungen zu einigen neueren Entwicklungen im Post-Keynesianismus, in: Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik, Bd. 208, 1991, S. 189-201.

  • Die Modellierung von Netzeffekten und Ansätze industriepolitischer Steuerung Kommentar zum gleichnamigen Beitrag von M.J. Holler, in: Jahrbuch für Neue Politische Ökonomie, Bd. 16, 1997, S. 116-118.

  • Die Rationalität strategischer Normung in Europa - Kommentar zum gleichnamigen Beitrag von M.J. Holler, in: Jahrbuch für Neue Politische Ökonomie, Bd. 15, 1996, S. 154-159.

  • "R.P. Hellbrück: Synergetik und Marktprozesse, Heidelberg 1993", in: Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik, Bd. 212, 1993, S. 563-565.

  • "T. Puu: Nonlinear Economic Dynamics, Berlin u.a.0. 1989", in: Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik, Bd. 208, 1991, S. 437-438.

  • "H.-W. Lorenz: Nonlinear Dynamical Economics and Chaotic Motion, Berlin u.a.0. 1989", in: Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik, Bd. 208, 1991, S. 331-334.

  • "G. Gabisch/H.-W. Lorenz: Business Cycle Theory, 2. Aufl., Berlin u.a.0. 1989", in: Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik, Bd. 208, 1991, S. 327-329.

Dissertationen

Die Berücksichtigung der energetischen Ausstattung und Beschaffenheit in qualifizierten Mietspiegeln

Bestandsaufnahme, empirische Analyse und Empfehlungen

Stefan Freund
EUL-Verlag 2018

 

Mietspiegel existieren seit den 1970er-Jahren als Instrument zur Begründung von Mieterhöhungen bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete. Im Jahr 2001 wurde vom Gesetzgeber der qualifizierte Mietspiegel eingeführt, an dessen Erstellung die besonderen Anforderungen der Einhaltung wissenschaftlicher Grundsätze geknüpft sind und der dadurch die Vermutungswirkung erhält, die ortsübliche Vergleichsmiete korrekt und realitätsnah wiederzugeben.

Mit der Mietrechtsreform aus dem Jahr 2013 sind bei der Erstellung der Mietspiegel und der Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmieten neben den bisher zu beachtenden fünf Wohnwertmerkmalen explizit auch die energetische Ausstattung und Beschaffenheit zu berücksichtigen.

Die vorliegende Arbeit verfolgt daher die Zielsetzung zu untersuchen, ob und wie energetische Teilmerkmale bisher in qualifizierten Mietspiegeln berücksichtigt werden.

Das Herzstück bildet entsprechend die empirische Analyse aller qualifizierten Mietspiegel von Gemeinden mit mehr als 10.000 Einwohnern hinsichtlich der Ersteller, der Befragungsbasis, der Auswertungsmethode, der Art der Mietpreisdeterminante sowie der Operationalisierung und der Integration der energetischen Teilmerkmale in qualifizierte Mietspiegel.

Anhand von Beispielen aus der Praxis wird auf mögliche Gefahren einer doppelten Berücksichtigung des Einflusses einzelner Teilmerkmale auf die Miethöhe hingewiesen. Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse werden Empfehlungen zur Operationalisierung und zur Integration energetischer Teilmerkmale in Mietspiegel sowie zur Datenerhebung abgeleitet.

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Einleitung

  2. Besonderheiten des Mietwohnungsmarktes und des Gutes Mietwohnung

  3. Der Mietspiegel

  4. Energetische Teilmerkmale

  5. Energetische Teilmerkmale in qualifizierten Mietspiegeln

  6. Best Practice und Inzidenz der Berücksichtigung energetischer Merkmale am Markt

  7. Zusammenfassung und Ausblick

Qualitätsanreizregulierung der elektrischen Verteilnetze.

Handlungsempfehlungen für eine Weiterentwicklung des deutschen Regulierungsansatzes.

Stefan Florian Fallier
EUL-Verlag 2013

 

Die ständige Verfügbarkeit von Elektrizität ist eine Grundvoraussetzung für moderne Volkswirtschaften, da elektrische Energie eine essentielle Eingangsgröße bei der Herstellung von Produkten und Dienstleistungen in sämtlichen Wirtschaftssektoren ist. Einer sicheren und störungsfreien Stromversorgung wird daher große Bedeutung beigemessen. Um eine hohe Versorgungssicherheit der elektrischen Verteilnetze zu günstigen bzw. angemessenen Preisen sicherzustellen, hat die Bundesnetzagentur in Deutschland im Jahr 2012 eine die Anreizregulierung flankierende Qualitätsanreizregulierung eingeführt. Dadurch kann die Bundesnetzagentur sowohl Anreize für eine effiziente Leistungserbringung als auch für einen zuverlässigen Netzbetrieb in Deutschland setzen. Neben der Versorgungssicherheit der Stromversorgung rückt dabei insbesondere die Versorgungsqualität der Stromnetze in den Mittelpunkt, die sich im Wesentlichen aus den Dimensionen Netzzuverlässigkeit, Servicequalität und Produktqualität zusammensetzt.

Im Gegensatz zu Deutschland haben andere europäische Länder deutlich früher Regulierungsansätze zur Qualitätsanreizregulierung implementiert und verfügen daher bereits über mehrjährige Erfahrungen auf diesem Gebiet. Aus diesem Grund werden in der vorliegenden Arbeit auf Basis einer Länderstudie die jeweiligen nationalen Ansätze analysiert und gegenübergestellt. Zudem werden mit Hilfe von empirischen Analysen zur Versorgungsqualität in Deutschland wesentliche Einflussfaktoren auf den Verteilnetzbereich identifiziert. Im Anschluss daran werden Handlungsempfehlungen für eine Weiterentwicklung des deutschen Regulierungsansatzes abgeleitet und erläutert.

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Einleitung

  2. Grundlagen elektrischer Verteilnetze

  3. Regulierungsrahmen für die elektrische Energieversorgung

  4. Regulierung der elektrischen Verteilnetze

  5. Anreizregulierung der deutschen Verteilnetze

  6. Qualitätsregulierung der elektrischen Verteilnetze

  7. Länderstudie zur Qualitätsanreizregulierung

  8. Empirische Analysen zu Netzentgelten und zur Versorgungsqualität

  9. Abschließende Betrachtung

Die Berücksichtigung des Wohnwertmerkmals Lage in den Mietspiegeln der deutschen Großstädte.

Johannes Promann
EUL-Verlag 2012

 

Mietspiegel werden seit den 1970er Jahren verwendet, um Mieterhöhungsverlangen für Wohnraum zu begründen. Daneben werden sie für eine Vielzahl weiterer Zwecke herangezogen. Trotz ihrer langjährigen Nutzung und steigenden Verbreitung werden Mietspiegel immer noch weitgehend isoliert voneinander erstellt – obwohl eine Standardisierung zu Kostenvorteilen und einer Steigerung der Mietspiegelqualität führen würde.

In Mietspiegeln soll die ortsübliche Vergleichsmiete abgebildet werden. Die Wohnungen müssen dazu in Bezug auf fünf Kriterien miteinander vergleichbar sein – nach Art, Größe, Ausstattung, Beschaffenheit und Lage (§ 558 Abs. 2 BGB). Unter diesen Wohnwertmerkmalen stellt die Lage die komplexeste und am schwierigsten zu handhabende Größe dar.

Diese Arbeit setzt sich daher mit einer Standardisierung der Ermittlung der Lage auseinander und greift dazu auf eine breite Literatur zurück, die dem interdisziplinären Charakter des Themas gerecht wird. Der erste Teil bietet einen umfassenden, aktuellen Überblick über die Verbreitung und Charakteristika der Mietspiegel deutscher Großstädte – mit besonderem Fokus auf der Lage. Anschließend werden Konzepte aus der Stadtökonomik im Hinblick auf ihre Anwendbarkeit bei der Erstellung von Mietspiegeln diskutiert.

Das Herzstück der Arbeit bildet die Entwicklung eines Verfahrens zur Bestimmung der Lagequalität in den Mietspiegeln der deutschen Großstädte, das für Berlin, Hamburg, Frankfurt am Main und Stuttgart kalibriert wird. Hierbei wird auch auf erst seit Kurzem zur Verfügung stehende europäische Lärm- und Landnutzungsdaten zurückgegriffen. Alle zur Erklärung der Lage verwendeten Daten stehen prinzipiell in gleicher oder ähnlicher Form für alle deutschen Großstädte zur Verfügung. Das entwickelte Verfahren kann sowohl für Tabellen- als auch für Regressionsmietspiegel eingesetzt werden und zum Befriedungsanspruch von Mietspiegeln beitragen.

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Einleitung

  2. Mietspiegel

  3. Das Wohnwertmerkmal Lage in Mietspiegeln

  4. Die Wohnlage in der ökonomischen Modellierung

  5. Standardisierung der Wohnlageermittlung: Konzeption und Daten

  6. Standardisierung der Wohnlageermittlung: Modellierung und Auswertung

  7. Schlussbetrachtung

Wettbewerb elektronischer Business-to-Business Marktplätze.

Entwicklungen und dominante Strukturen

Marco Henseler
Verlag Dr. Kovac 2009

 

Das Electronic-Business ist zweifelsohne durch seine hohe Dynamik gekennzeichnet. Innerhalb eines industrieökonomisch geprägten Ansatzes fokussiert das vorliegende Werk dabei speziell auf den Wettbewerb elektronischer Business-to-Business Marktplätze. Unter Beachtung des im Rahmen der Intermediärstheorie zentralen Charakteristikums zweiseitiger Netzwerkeffekte geht die modelltheoretische Untersuchung hierbei gezielt der Fragestellung nach, inwieweit sich die prognostizierte Dominanz konsortialer sowie vertikaler Strukturen auch aus analytischer Perspektive nachweisen lässt.

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Einleitung

  2. Elektronische Marktplätze

  3. Wettbewerb strukturell symmetrischer elektronischer Marktplätze

  4. Wettbewerb strukturell asymmetrischer elektronischer Marktplätze

  5. Schlussbetrachtung

 


Standardisierung von Produktdaten in der Automobilbranche.

Berd Riefler
EUL-Verlag 2009

 

Der Einsatz von Standards, die einen hohen Grad an Interoperabilität zwischen IT-Systemen gewährleisten, steigert das Potenzial der Informationstechnologie. In Unternehmen werden IT-Systeme flächendeckend für betriebswirtschaftliche und technische Funktionen eingesetzt, wobei der Austausch von Daten zwischen Unternehmen überwiegend mit proprietären Formaten über proprietäre Schnittstellen erfolgt. Die Standardisierung dieser Datenformate und Schnittstellen kann einen Beitrag leisten, die Datenaustauschprozesse zu verschlanken und dadurch ihre Effizienz zu steigern. Die branchenspezifische IT-Standardisierung in informellen Standardisierungsorganisationen, die sich sowohl aus IT-Anbietern als auch Anwenderunternehmen zusammensetzen, wurde bisher kaum in der Standardisierungsforschung untersucht. Zudem sind wenige Studien über das Entscheidungsverhalten der Mitglieder in diesen Standardisierungsorganisationen durchgeführt worden, die systematisch die aktive Beteiligung der Mitglieder in den Standardisierungsprojekten analysieren.

In dieser Arbeit werden für diese branchenspezifischen Standardisierungsorganisationen die Zielsetzungen und Einflussfaktoren der Projektteilnahme einzelner Mitgliedergruppen untersucht. Die theoretischen Ergebnisse werden am Beispiel von ProSTEP iViP, einer branchenspezifischen Produktdatenstandardisierungsorganisation der Automobilbranche, empirisch überprüft. Die vorliegende Arbeit liefert damit einen Beitrag zur Beurteilung der grundsätzlichen Abläufe in Produktdatenstandardisierungsorganisationen un der Entscheidungsgrundlage der Mitglieder dieser Organisationen. Dabei können verschiedene Einflussfaktoren identifiziert werden, die jeweils für bestimmte Mitgliedergruppen in der empirischen Untersuchung bestätigt werden.

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Einleitung

  2. Grundlagen der IT-Standardisierung

  3. Projekte in IT-Standardisierungsorganisationen

  4. Produktdatensysteme in der Automobilbranche

  5. Standardisierung von Produktdaten in der Automobilbranche

  6. Empirische Untersuchung am Beispiel von ProSTEP iViP

  7. Abschließende Betrachtung

Standardisierung und Koexistenz in Netzwerkmärkten.

Volker Wiedemer
EUL-Verlag 2007

 

Auf vielen Netzeffektmärkten, so auch auf den Informations- und Kommunikationsgütermärkten, steigt der Produktnutzen zumeist mit einer zunehmenden Verbreitung des jeweiligen Produktes. Dieser Größenvorteil führt laut Netzeffekttheorie häufig zu einer Monopolisierung bzw. Standardisierung dieser Märkte. Demgegenüber stehen jüngste empirische Studien, die eine stabile Produktvielfalt trotz starker Netzeffekte auf solchen Märkten feststellen. Hier setzt die vorliegende Arbeit an und ermittelt in einer modellgeleiteten Untersuchung wesentliche Determinanten einer stabilen Produktvielfalt, wobei insbesondere der Einfluss von lokalen Netzeffekten und von der Netzstruktur bestimmt wird. Im Anschluss daran werden mittels einer Wohlfahrtsanalyse Anreize zur Regulierung von Märkten mit lokalen Netzeffekten abgeleitet. Die gewonnenen Erkenntnisse werden am Beispiel der europäischen Mobilfunkmärkte sowie der EDI- und ERP-Märkte verdeutlicht und konkretisiert.

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Einleitung

  2. Grundsätzliches zur Netzeffektökonomie

  3. Standardisierung und Koexistenz in Märkten mit globalen Netzeffekten

  4. Standardisierung und Koexistenz in Märkten mit direkten und lokalen Netzeffekten

  5. Schlussbetrachtung

Die Regulierung des deutschen Schienenverkehrsmarktes.

Martin Zauner
EUL-Verlag 2006

 

Seit Beginn der 1990er Jahre ist die Regulierung des Schienenverkehrsmarktes in Deutschland ein wettbewerbspolitisch kontrovers diskutiertes Thema. Im Brennpunkt stehen immer wieder Fragen nach der Trennung von Schienennetz und Transportbetrieb sowie nach den Anforderungen für einen diskriminierungsfreien Marktzutritt. In der Diskussion wird regelmäßig angenommen, dass es sich bei der Schieneninfrastruktur um eine zu öffnende „Essential facility" handelt. Hier setzt die vorliegende Arbeit an: Im Rahmen einer nachfrageorientierten und den Gesamttransportmarkt umfassenden Marktabgrenzung werden zwar durchaus Schienenverkehrsangebote identifiziert, für die eine solche Essential-facility-Situation zutrifft; allerdings sind diese Fälle deutlich in der Unterzahl. Dennoch muss insbesondere für diese Bereiche verhindert werden, dass die Deutsche Bahn AG als dominierender Anbieter mithilfe ihrer vertikal integrierten Unternehmensstruktur Wettbewerber vom Marktzutritt abhält. Dementsprechend leitet die Arbeit auf Basis der Ergebnisse der Marktabgrenzung sowie der Analyse der vertikalen Integration ein ökonomisch effizientes Regulierungsdesign für den Schienenverkehrsmarkt ab.

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Einführung

  2. Struktur des Eisenbahnmarktes und alternativer Verkehrsträger

  3. Marktabgrenzung im Schienenverkehr – Identifizierung nichtsubstituierbarer Schienenverkehrsleistungen

  4. Vertikale Integration und intramodaler Wettbewerb bei nichtsubstituierbaren Schienenverkehrsangeboten

  5. Ökonomisch effiziente Regulierung des Schienenverkehrsmarktes

  6. Fazit - Ausblick

Deregulierung, Integration und Seperation auf dem deutschen Kabelnetzmarkt.

Andrea Fehr
EUL-Verlag 2005

 

In Deutschland ist der Kabelnetzmarkt im Gegensatz zu anderen entwickelten Kabelnetzmärkten stark separiert. Eine wesentliche Ursache für die Separation ist eine von den deutschen Kartell- und Regulierungsbehörden entwickelte enge sachliche Marktabgrenzung, die im Kabelnetz eine wesentliche Einrichtung („essential facility") sieht, eine stärkere Integration als wettbewerbspolitisch problematisch betrachtet und größere Zusammenschlüsse bisher verhindert hat.

Die Arbeit geht den Fragen nach, ob diese Position in Anbetracht der dynamischen Technik- und Marktentwicklung im Informations- und Kommunikationssektor sinnvoll erscheint, ob es sich beim Kabelnetz tatsächlich um eine wesentliche Einrichtung handelt, und inwieweit es ökonomisch effizient ist, eine verstärkte vertikale Integration zu ermöglichen.

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Einleitung

  2. Untersuchung der Marktstruktur

  3. Marktstruktur auf der Programmebene

  4. Horizontale und vertikale Beziehungen im Kabelnetzmarkt

  5. Prüfung der ökonomischen Effizienz des Regulierungsregimes im Kabelnetzmarkt

  6. Ergebnisse, Handlungsempfehlungen und Ausblick

 


Urherberrechtsschutz in der Musikindustrie.

Eine ökonomische Analyse.

Jochen Haller
EUL-Verlag 2005

 

Die Musikindustrie befindet sich nach Jahren stetigen Wachstums derzeit in einer schweren Krise. Gemäß deren Interessenvertretern sind hierfür überwiegend unautorisierte Kopien verantwortlich. Die Musikindustrie fordert daher eine Verschärfung des Urheberrechtsschutzes. Eine solche Verschärfung wird allerdings auch kritisch gesehen, da mit ihr gleichzeitig eine Stärkung der Monopolmacht der Rechteinhaber einhergeht. Im Zentrum des Interesses steht damit die Frage nach dem wohlfahrtsoptimalen Niveau des Urheberrechtsschutzes. Zu diesem Themenkomplex existiert bereits eine Reihe von Modellansätzen. Diese sind jedoch nur begrenzt geeignet, die o. g. Frage in Bezug auf Tonträger zu beantworten, da sie die Existenz von Netzeffekten, und damit ein zentrales Charakteristikum des Gutes „Musik", vernachlässigen.

Ziel dieser Arbeit ist es daher, ein ökonomisches Modell des Urheberrechtsschutzes bei Tonträgern zu entwickeln, das Netzeffekte in die Analyse mit einbezieht. Mit dessen Hilfe soll die Frage beantwortet werden, ob und inwieweit eine Verschärfung des Urheberrechtsschutzes bei Tonträgern gesamtgesellschaftlich wünschenswert ist. Daneben werden in der Arbeit die theoretischen Grundlagen der ökonomischen Analyse des Urheberrechtsschutzes erörtert und der derzeitige Stand der Forschung auf diesem Gebiet umfassend dargestellt. Um einen tieferen Einblick in die derzeitige Krise zu gewinnen, wird zudem die Struktur der Musikindustrie eingehend analysiert. Darüber hinaus werden auch das technische Umfeld und die rechtlichen Rahmenbedingungen der Musikindustrie untersucht.

Die Ergebnisse der Arbeit machen deutlich, dass Zweifel angebracht sind, ob sich eine Verschärfung des Urheberrechtsschutzes langfristig als ein probates Mittel zur Überwindung der derzeitigen Krise der Musikindustrie eignet. Hierzu scheint vielmehr die Entwicklung neuer Strategien seitens der Tonträgerhersteller vielversprechender zu sein.

 

Inhaltsverzeichnis

  1. Einleitung

  2. Struktur der Musikindustrie

  3. Technische Grundlagen

  4. Rechtliche Rahmenbedingungen

  5. Stand der Forschung

  6. Ein einfaches Modell

  7. Zusammenfassung und Ausblick

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